
EMS – Engineering Management System

BIS Heinrich Scheven GmbH hat in Zusammenarbeit mit der IT-Firma RES Solutions GmbH eine Netzverwaltungsdatenbank, die EMS Base I, mit dem Ergebnis einer tendenziellen Zustandsbewertung der Rohrleitungen entwickelt. Sie baut rechnerisch auf Grundlage einer technisch wissenschaftlichen Analyse der zuvor genannten Bewertungskriterien auf und wird zusätzlich mit Erfahrungswerten aus der Praxis abgesichert. Dieses Basis - Berechnungsprogramm kann und muss spezifisch an die Erfordernisse eines jeden einzelnen Versorgungsnetzes aufgearbeitet und angepasst werden. Es bietet eine praxisorientierte Lösung zur Risikobewertung, Wartung und Überwachung kompletter z.B. Wasserrohrnetze, inklusive der dazugehörigen Armaturen, Pumpstationen und Brunnenanlagen.
In der Datenbank werden alle zugehörigen Wasserförderanlagen und Leitungen eines Netzes erfasst sowie das verbaute Equipment wie z.B. Rohrmaterialien, Armaturen und Pumpen verwaltet. Die Listung von vorhandenen Materiallagerbeständen mit der dazugehörigen Zeugnishinterlegung ist u. a. ein Tool des Datenerfassungssystems. Auch Brunnenanlagen können von der geographischen Lage, des Zustandes, des materiellen Ausbaus, des eingebauten Equipment sowie der wasserbetrieblichen Auskünfte wie aktuelle Fördermengen, Grundwasserstände, Absenkungen etc. erfasst und digitalisiert werden und damit jederzeit den zuständigen Behörden zur Verfügung gestellt werden.
Die zeichnerische Darstellung und Dokumentation des Versorgungssystems erfolgt über den EDV – kompatiblen Zugriff auf die bei den Versorgungsunternehmen vorliegenden CAD Pläne mit Detailansichten.
Das „Ampelergebnis“ der Datenbank teilt das gesamte Leitungsnetz deutlich sichtbar und praktikabel in drei rohrnetzspezifische Bewertungsgruppen ein:
Grün: Vorläufig NICHT sanierungsbedürftig
Gelb: MITTELFRISTIG sanierungsbedürftig
Rot: Äußerst KRITISCH und mit Sofort - Investitionen verbunden
Zusätzliche Netz- Beurteilungen, Wartungspläne nach den DVGW Arbeitsblättern, Pumpversuche für Brunnen, Beschreibungen, Fotos und auch Videoanalysen können und sollten in der Datenbank als sogenannte „Zustandserfassung vor Ort“ jederzeit hinterlegt werden, um eine praxisorientierte Beurteilung und Beweissicherung zu erreichen.